Thomas Prechtl – Verkehrswende: Vom Reden ins Machen kommen
Shownotes
Thomas Prechtl gehört zu den prägenden Köpfen des Schienenpersonennahverkehrs in Deutschland. Als langjähriger Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr hat er die Branche strategisch mitgestaltet – klar in der Haltung, verbindlich im Anspruch.
In dieser Folge spricht er über die großen Hebel der Verkehrswende: Was hat das Deutschlandticket wirklich verändert? Wo stehen wir heute zwischen Anspruch und Umsetzung? Und warum entscheidet sich die Zukunft des ÖPNV genau jetzt – im konkreten Handeln?
Ein Gespräch über Systemverantwortung, Zusammenarbeit und die entscheidende Frage: Wie schaffen wir Mobilität, die wirklich bei den Menschen ankommt?
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00:00:01: Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast Stadtlandfluss rund um die Verkehrswende, den ÖPNV und einen starken Nahverkehr.
00:00:08: Hier spreche ich mit Vordenkerinnen und mit der Branche umzulernen – wie sieht öffentlicher Verkehr im Jahr zwanzig dreißig aus?
00:00:15: Wie können wir Menschen für den ÖPNV begeistern und was müssen wir tun, um die Verkehrswende mit vollem Tempo voranzutreiben?
00:00:22: Das alles erfahrt ihr hier!
00:00:24: Mein Name ist Carmen Maria Parino und ich bin Geschäftsführerin der DB Vertrieb, verantwortlich für den Bereich Nahverkehr.
00:00:32: Heute begrüße ich ganz herzlich Thomas Brechtl.
00:00:35: als Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und Präsident des Bundesverbandes Schienen-Nahverkehr hat er über viele Jahre hinweg die Entwicklung des Nahverkehres und unserer Branche maßgeblich geprägt mit hoher fachlicher Tiefe, strategischem Blick und großer Gestaltungskraft.
00:00:53: Weit über Deutschland hinaus gilt er als einer der Penner des Systems des Schienenpersonen-Lachverkehrs.
00:00:59: Auch nach seinem Ausscheiden im Herbst, zu dem Eintritt in den aktiven Unruhestand bleibt ja eine gefragt Stimme, wenn es darum geht die Verkehrswende voranzubringen und den ÖPNV zukunftsfähig aufzustellen.
00:01:13: Sein Leitmotiv?
00:01:15: Mobilität gemeinsam gestalten, effizient, attraktiv und nah an den Menschen.
00:01:20: Seinen Anspruch ins Machen kommen!
00:01:22: umsetzen, nicht nur reden.
00:01:24: Lieber Thomas!
00:01:25: Ich freue mich sehr, dass du heute bei uns bist.
00:01:27: Liebe Kamerinnen ich kann das nur wieder und ich freue mir auch sehr, daß ich heute als ehemaliger muss man ja schon fast sagen der jetzt ja schon Fast ein Dreivierteljahr raus ist aus der Branche die Möglichkeit habe mit dir diesen Podcast zu machen und bin gespannt jetzt auf unsere kleine Diskussion auf unser kleines Gespräch.
00:01:47: Vielen Dank, dass du die Zeit nimmst im Unruhestand.
00:01:50: Kannst dich
00:01:51: noch erinnern als wir uns kennengelernt haben?
00:01:54: Ja klar kann ich mich noch erinnern, das waren damals ja dienstliche Themen.
00:01:57: Wir hatten damals Vertriebsthemen bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft und die mussten irgendwie gelöst werden und so haben wir uns kennengelernt.
00:02:05: Und ich glaube aus diesen dienstalichen Themen – und das habe ich eigentlich in der Zusammenarbeit mit dir immer in meiner aktiven Zeit sehr geschätzt – sind immer sehr konstruktive Gespräche geworden.
00:02:15: Wir haben ja wirklich die Gedanken manchmal fliegen lassen auch in die Zukunft liegen lassen insbesondere zu vertrieblichen Themen.
00:02:23: wo könnte sich das alles hin entwickeln und was könnte man machen, was müsste man machen.
00:02:28: Einiges liebe Carmen ist glaube ich zwischenzeitlich Realität geworden vieles noch nicht aber die Dinge dauern halt bei uns in der Branche auch immer etwas länger was aber vielleicht auch insgesamt dem geschuldet ist wir haben halt auch immer zwölfjährige Verkehrsverträge im Schnitt und wir reden halt nicht von heute auf morgen sondern eher von heut in die nächsten zwölfe Jahre rein.
00:02:51: Aber ich glaube, dass auch all die anderen Dinge, die wir mal handiskutiert haben in der Zukunft sich noch realisieren werden.
00:02:58: Oder würde ich mich sehr freuen!
00:02:59: Also vielen Dank und das ist in der Tat so.
00:03:01: Ich war noch bei Abelio als wir es erst einmal getroffen haben und spannend immer auch zu gucken und vor allem eben an den Blick in die Zukunft zu wagen.
00:03:09: Denn du hast völlig recht, dass hier und jetzt ist aufgrund unserer Vertragskonstellationen sehr starb und sehr gegeben aber nach vorne rauszubestalten.
00:03:17: Das ist ja das was uns glaube ich gemeinsam umtreibt.
00:03:20: Jetzt bist du, du hast gerade gesagt schon dreiviertel Jahr aus dem aktiven Dienst raus.
00:03:27: Ich frage mal ganz unbenommen was lernst du denn gerade für dich wo vielleicht auch früher gar keine Zeit war?
00:03:34: Also man hat ja schon wenn man so kurz davor steht rauszugehen, so seine Bedenken und Überlegungen.
00:03:43: Was wird denn jetzt in der nächsten Zeit?
00:03:46: Sitzt man dann den ganzen Tag nur auf der Couch und wartet dass der Tag vorbei geht?
00:03:51: oder diese Gedanken macht man sich.
00:03:53: So ich stelle allerdings fest das jetzt wirklich für mich so ein komplett neuer Lebensabschnitt begonnen hat, den ich total genieße und ich kann dir auch gerne sagen warum Dinge zu tun, zu denen man Lust hat mit einem Zeit-Einsatz.
00:04:12: Ich kann mir meine Themen aussuchen.
00:04:14: ich kann sagen da beschäftige mich jetzt mal zwei Tage damit.
00:04:18: ich habe noch einen riesen Vorteil wenn du in einem abhängigen Arbeitsverhältnis stehst musst du immer so ein bisschen drauf achten Was sagst du?
00:04:26: Also immer deinem Arbeitgeber gegenüber loyal zu sein.
00:04:29: Ich habe halt jetzt mittlerweile.
00:04:30: ein ehemaliger Kollege von dir bei der Bahn hat mal gesagt, das ist die Gnade der alten Männer.
00:04:37: wir können alles sagen was wir wollen uns kann keiner mehr etwas und da hat er recht gehabt.
00:04:41: also dass hab ich jetzt auch Und das kann man schon auch nutzen um sich jetzt weiterhin in die Branche hier mit einzubringen.
00:04:49: was ich tue Du weißt das ja ich bin ja an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen aktiv.
00:04:55: Also der Druck ist raus, man ist aus dem Hamsterrad raus und du wohnst ja selbst auch an der Küste so wie ich.
00:05:01: Es bleibt auch noch genügend Zeit nachmittags mal ans Wasser zu fahren und eine Stunde in die Ostsee schwimmen zu gehen.
00:05:08: Vor
00:05:08: allem bei den hitzigen Temperaturen, die wir die letzten Wochen hatten.
00:05:11: Wir haben gerade im Vorgespräch schon gesagt, dem Moment ist das Wetter nicht so gut aber wir hatten ja schon auch die Rekordkratzahlen – nicht nur hier in Berlin bei mir sondern auch an dieser Küste habe ich gesehen dass es Thermometer mal unendlich gestiegen ist.
00:05:23: Das ist eine schöne Zeit.
00:05:24: Also das heißt du machst mir Mut, ich freue mich drauf!
00:05:27: Das wolltest Du mir damit sagen oder?
00:05:29: Ja aber du hast ja im Gegensatz zu mir noch ein paar Jahre bis dahin.
00:05:34: Das ist zumindest mal mein Wunsch, genau.
00:05:36: Dann lass uns noch einmal auf die Themen schauen das was die Branche sich vorgenommen hat bzw.
00:05:42: was sie vor allem in der Veränderung der letzten Jahre einfach auch geprägt hat und ich gucke mal ganz explizit auf das Deutschlandticket.
00:05:50: wir haben intensive Diskussionen geführt das hast du schon erwähnt und wir hatten sicherlich eine ganz, ganz intensive Phase sowohl zur Einführung also auch schon davor und jetzt natürlich auch, was das Finanzierungsthema anbelangt.
00:06:04: Wenn du heute draufblickst, was haben wir gut gemacht?
00:06:07: Und wo sind wir heute noch nicht konsequent genug?
00:06:10: Also gut gemacht haben wir als Branche, dass wir es geschafft haben ein quasi uns aufgezwungenes Ticket.
00:06:19: Keiner in der Branche wollte das ja!
00:06:20: Es wurde uns ja von der Politik aufgezwunken innerhalb kürzester Zeit umzusetzen.
00:06:25: Ich fand, das war ein genialer Streicht der Branche und das ist auch nur gelungen weil alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang gezogen haben.
00:06:38: Das war für mich also wirklich ein total tolles Erlebnis wie kurzfristig, wie schnell man das umgesetzt hat.
00:06:44: Das was wir auch erreicht haben – das Ticket hat sich bei uns in der Brorge etabliert deutliche Verkehrsteigerungen in einigen Verkehrern, also hauptsächlich touristische Verkehre dann auch Freizeitverkehren auf langlaufenden Strecken.
00:07:01: Ich glaube da haben wir es mittlerweile als Branche auch geschafft die EVUs mit den Aufgabenträgern zusammen die Kapazitäten entsprechend anzupassen ich kann mich aus meiner aktiven BEG Zeit selbst daran erinnern dass wir da ein bisschen umgeschichtet haben und der Kapazitätsengpässe auszugleichen mit anderen Leistungen, wo vielleicht ein bisschen viel Kapazität war.
00:07:22: Ich glaube das ist uns gelungen in den Metropolverkehr und hat uns sicherlich geholfen dass das Thema Homeoffice nach der Corona Zeit nie wieder zu diesen extremen Fahrgästen geführt hat was wir vorher hatten.
00:07:34: also das sind glaube ich die Dinge die wir ganz gut hingekriegt haben.
00:07:38: jetzt bei der Einführung des Deutschlandtickets.
00:07:41: Und wenn du noch mal Das sind ja viele positive Aspekte, die du aufgeführt hast und wenn du noch mal sagst wo hätten wir denn oder wo müssten wir dann konsequenter sein um es vielleicht sogar noch erfolgreicher zu machen.
00:07:52: Also ich glaube dass einfach von Anfang an auch zwei drei Fehler gemacht worden sind die bis heute übrigens nicht wieder gerade gebogen wurden.
00:08:02: das eine Thema ist das Thema Digitalisierung.
00:08:06: man hätte von Anfang ganz klar aus meiner Sicht ein rein digitales Ticket rausmachen sollen.
00:08:12: Man hätte verzichten müssen auf diese Papierarie, die wir teilweise hatten.
00:08:16: ich habe mich selbst mal mit einer Zugbegleiterin unterhalten, die mir dann erzählt hat naja dieses Ticket, dieses Papierticket kontrolliert sie heute zum zehnten Mal das gleiche.
00:08:24: dass glaube da wurde einen Schindluder getrieben ohne Ende.
00:08:27: Und wenn wir mal ehrlich sind, Carmen, ein Stück Plastik eine Plastikkarte ist auch nicht richtig Digitalisierung.
00:08:33: Also ich glaube man hätte konsequent auf Digitalisierung setzen müssen.
00:08:37: das hätte hier auch deutliche Kostenvorteile übrigens gehabt was das Thema Vertrieb angeht und hätte auch dazu beigetragen, dass die weitere Vereinfachung der Tarifwelt unter dem D-Ticket.
00:08:49: Weil brauchen wir wirklich hunderte von zusätzlichen Tickets jetzt in den Einzelnen verbünden, dass das vielleicht etwas schneller vorangegangen wäre als es jetzt geht?
00:08:59: Ich glaube, das wird kommen aber es zieht sich halt alles sehr lange hin.
00:09:03: Wir hätten da finanzielle Synergien auch sicherlich schneller heben können und das Geld können wir an anderen Ecken, wir kommen nachher hier noch zur Finanzierung.
00:09:11: Wir hätten bei den anderen Eken glaube ich gut brauchen können.
00:09:14: Das zweite Thema dieses Deutschlandticket wurde dann relativ schnell – ich nenne es mal missbraucht um wieder irgendwelche Untertickets zu generieren.
00:09:24: Da gab's dann hier ein Sozialticket Da gab es dann Studententicket, da gab's hier in irgendeinem Bundesland.
00:09:31: Da durfte dann der Hund mitgenommen werden und im anderen Bundesland durfte das Kind mitgenommen sein.
00:09:35: Wobei ich mich immer gefragt habe, wenn ich von einem Bundesland ins andere fahre.
00:09:39: jetzt muss ich an der Landesgrenze meinen Kind aussteigen lassen und darf dafür den Hund, den ich bisher nicht mitnehmen dürfte wieder einsteigen.
00:09:47: Also das war irgendwie so ein bisschen absurd für mich.
00:09:51: Und wir sind immer noch nicht zu weiter einheitliche Regelungen zu haben.
00:09:57: Es gibt auch Gesprächsrunden dazu, wo man jetzt versucht das gerade zu biegen.
00:10:01: Aber wenn erst mal irgendetwas etabliert ist, das wieder abzuschaffen, wissen wir selber, ist erstmal schwierig.
00:10:07: Das was uns auch fehlt es eine klare Governance, eine einheitliche Governance.
00:10:12: Wer ist eigentlich Tarifgeber?
00:10:14: Wir haben, wenn ich's richtig in Erinnerung hab hier irgendwie sechzig Organisation und Einheiten die jetzt an der Tarifgeberschaft hier mit diskutieren Und das, was wir auch noch nicht haben eine klare Regelung zum Thema Einnahmeaufteilungen.
00:10:28: Wie werden die Deutschland-Ticketeinnahmen eigentlich klar und deutlich verteilt?
00:10:33: Und da zeigt sich bei mir eigentlich wieder, dass wir wirklich hier Weltmeister im Diskutieren sind und im Argumentieren sind anstatt einfach mal Dinge wo wir eigentlich wissen, was zu tun ist konsequent umzusetzen.
00:10:48: Viele Aspekte, vielen Dank dafür.
00:10:51: Ich habe so zwei, da würde ich gerne noch mal reingehen wollen.
00:10:55: Das eine ist das Thema Chipkarte.
00:10:57: Ich bin kein Freund oder keine große Freundin der Chipkate.
00:11:01: Nächstes, trotz stellen wir fest, dass wir natürlich über ein System sprechen, was einer Daseinsvorsorge Rechnung tragen muss merken wir schon, dass Digitalisierung sich natürlich durchsetzt und auch weiterhin zunimmt.
00:11:19: Also wie ihr jetzt bei der DB haben über achtzig Prozent Digitalisierungsquote da ist natürlich das Deutschlandticket mit einem extremen Schub hinterher.
00:11:28: nächstes zu trotz haben wir immer wenn man jetzt mal unsere Quote nimmt fünfzehn bis zwanzig Prozent die eben nicht digital unterwegs sind.
00:11:36: Da muss man schon die Frage stellen.
00:11:38: Wir wollen sie nicht abhängen, weil das ist wie gesagt ein öffentliches System und wir wollen auch alle Menschen, dass sie mobil sind.
00:11:44: Das heißt, wir brauchen schon eine Möglichkeit, die Nicht-Digitalen Affinen in dieses System zu bringen.
00:11:50: Deshalb glaube ich, es ist die Chipkarte schon auch ein Sprogenbrett.
00:11:54: Was für uns hervornehmend in der Branche ist zu sagen, wir müssen diese Quorte niedrig halten und müssen Sie für Gruppen wie beispielsweise Schülerinnen auch für Senioren und Seniorinnen.
00:12:04: Auch da gibt es manchmal, ich sage nach einer Herausforderung aber alles andere.
00:12:08: Da habe ich auch kaum Verständnis.
00:12:10: also bei Semestertickets beispielsweise das halte ich für fast ne Fars möchte aber natürlich auch den Studierenden nicht zu nahe treten.
00:12:17: Ich glaube da kommen wir auf jeden Fall der Sache näher.
00:12:20: Papier war für mich nie eine Diskussion.
00:12:23: Das zweite Thema wo ich gerne nochmal reingehen möchte ist schon auch das Thema Tarifgeber.
00:12:27: Und wie kommen wir denn weiter in der Entwicklung?
00:12:30: Wir merken ja und das haben wir auch oft diskutiert, wie heterogen unsere Branche ist.
00:12:35: Wir haben auf der einen Seite die Eisenbahnverkehrsunternehmen beauftragt über die Länder, deren Daseinsvorsorge stabil zu halten.
00:12:43: Und auf der anderen Seite haben wir die kommunalen Unternehmen.
00:12:46: Dann haben wir noch die Busverkehre, Busverkähe vielleicht sogar noch eigenwirtschaftlicher Verkehren.
00:12:51: Wir merkt dass wir hier ganz viele unterschiedliche Akteurrahmen und da komme ich wieder auf dieses wer diskutiert mit wem?
00:12:57: Wie kommen wir da weiter voran?
00:12:59: Hast du da eine Idee?
00:13:01: Also ich glaube, dieses Thema Tarifgeberschaft das hätte von Anfang an geregelt sein müssen.
00:13:08: Es hätte eine klare Ansage bedürft seinerzeit als dass damals noch das Bundesministerium für Verkehr und Digitalisierung die hätten ganz klar das mit regeln müssen, dass es einen Tarif Geber gibt.
00:13:22: Mittlerweile ist die Welt hier ja so viel gliedrig.
00:13:25: Es gibt ja viele Organisationen Und ich weiß aber auch, dass im Hintergrund Gespräche geführt werden das jetzt einzufangen.
00:13:32: Ich glaube ein sinnvoller Weg wäre, dass man aus den jetzt über sechzig Tarifgebern die da mitdiskutieren erstmal einen Pro-Bundeslandschaft und dann in der nächsten Stufe versucht es auf einem bundesweit einheitlichen Tarif Geber zu führen.
00:13:50: Der Schritt von jetzt zu einem wird, glaube ich nicht gelingen.
00:13:54: Das ist, glaube Ich, zu viel Diskussionsmaterial, zu viele Diskussionsbedarf, zuviel Abstimmbedarf aber erst mal auf ein pro Landesebene und dann auf Bundesebene.
00:14:04: Das eine Frage der Zeit, aber ich glaube das ist machbar!
00:14:07: Ich finde Stufenmodelle per se auch etwas, wo man sich gut darauf vorbereiten kann.
00:14:10: Weil ich glaube das ist glaube ich auch so eine Mentalität die wir Deutsche uns anheften.
00:14:15: Wir wollen ja immer die Perfektion gleich im ersten Ruf haben.
00:14:18: Das heißt wir diskutieren um hundertzwanzig Prozent faches perfektes Dasein und schaffen es nicht mal in dieses Machen zu kommen wie du es immer so schön sagst sondern eher die Probleme voranzustellen als die Chancen zu sehen.
00:14:32: Und ich teile das total zu sagen, lass uns stufenweise einbringen und lasst uns aber verabreden in der ersten Stufe.
00:14:38: Dass es auf jeden Fall eine zweite gibt.
00:14:40: Genau!
00:14:40: Das ist wichtig.
00:14:42: Ja also dass wir nicht Gefahr laufen zu sagen Wir machen jetzt die zweite und dann bleibt sie für Ich sag mal für den nächsten Jahr und dann fangen wir wieder an.
00:14:49: Ich glaube wichtig ist wenn man sich verabregt Wenn man sich einen solchen Fahrt vornimmt, dass man von Anfang an regelt Wo ist denn das Ziel?
00:14:56: Wo soll es denn hingehen?
00:14:58: Und wir wissen alle Ruhmes auch nicht an einem Tag erbaut worden.
00:15:01: Deshalb glaube ich, die Zeit kann man sich schon nehmen und ich glaube jetzt ist genau nachdem ein bisschen Finanzierung auch geklärt ist.
00:15:08: Jetzt ist auch der Zeitpunkt oder?
00:15:09: Absolut, absolut stimme ich dir voll zu!
00:15:12: Ich bin immer so ein bisschen hin- und hergerissen in der Frage Hat sich wirklich was verändert?
00:15:17: Also du hattest gesagt, natürlich sind Menschen zurückgekommen die das System vorher vielleicht nicht so sehr genutzt haben.
00:15:24: Wir sehen sie in Freizeit wir sehen es im touristischen Bereich.
00:15:27: aber was hat sich jetzt mal aus der Perspektive der Branchen-Insider Was hat sich wirklich verändert und ist es wirklich diese Revolution die wir gebraucht haben im Tarifsystem des ÖPNV?
00:15:41: Also wenn ich die Frage gestellt kriege, die du gerade gestellt hast dann antworte ich immer mit einsteigen fahren aussteigen.
00:15:50: Einsteigenfahren aussteigend.
00:15:54: Ich könnte das jetzt unendlich fortsetzen diesen einen kleinen Satz mit diesen drei Worten.
00:16:00: also für mich ist wirklich das Revolutionäre.
00:16:02: Ich fahre im öffentlichen Personennahverkehr ohne Händnisse.
00:16:10: Und für mich selbst ist das wirklich der Durchbruch gewesen, wo ich selbst gesagt habe wie toll ist eigentlich dieses Produkt was wir haben.
00:16:20: Wenn ich auf Dienstreise gewesen bin früher dann musste ich in Berlin gucken was muss ich jetzt für ein Ticket lösen?
00:16:26: Ist es AB oder ABC?
00:16:28: du kennst die Tarifzonen in Berlin und dann durfte ich nicht vergessen das abzustempeln.
00:16:33: das ist dann ja auch wichtig.
00:16:35: In Hamburg ist das System wieder ganz anders.
00:16:37: Da musste ich wieder gucken, was muss ich jetzt lösen?
00:16:39: In Hamburg brauchst du dann nicht zu stempeln.
00:16:42: Wir haben ja schon bei den Tarifen in den unterschiedlichen Städten oder überhaupt bundesweit schon ein bisschen so einen Tarifchaos wo man als normaler Fahrgast fast nicht mehr durch guckt.
00:16:53: und für mich war es wirklich eine Erleichterung irgendwo hinzufahren aus dem Zug der mich dahin gebracht hat.
00:17:00: oder manchmal muss man auch irgendwo hinfliegen aus dem Flugzeug rauszugehen Und einfach in den öffentlichen Personalverkehr, egal ob Bus oder Tram oder U-Bahn oder S-Bahnen zu gehen und einfach einzusteigen.
00:17:14: Das ist das Entscheidende an diesem Deutschlandticket.
00:17:16: Wir haben einen Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr ohne Hindernisse, ohne Eintrittshemmnisse – und das ist einfach das Tolle an der Geschichte!
00:17:25: Was mich noch ergänzend begeistert ist, und das mache ich doch schon auch öfter, einfach nur eine Station fahren.
00:17:33: Also einfach überhaupt gar nicht darüber nachdenken, also ich nehme mal die Kurzstrecke hier in Berlin kostet glaube ich mittlerweile zwei Euro X für eine Station.
00:17:43: Das überlegt man sich dreimal.
00:17:45: Fist man aber mit der Flatrate so wie wir sie auch gerne bezeichnen ausgestattet?
00:17:49: Ja dann fahre ich auf jeden Fall.
00:17:50: die Station diskutiere ich gar nicht!
00:17:52: Ich kann dir noch ein Beispiel erzählen, wie das bei mir persönlich zur Faulheit beigetragen hat dieses Ticket.
00:18:02: vom Büro entfernt und ich bin halt da jeden Morgen immer schön brav zu Fuß gegangen, die Achthundert Meter.
00:18:08: Ist ja auch gesund!
00:18:09: Ich bin es auch gegangen wenn's geschneit hat und geregnet hat und so... Und dann hat man das Deutschlandticket und direkt bei mir vor der Haustür hielt ein Bus und ich musste zwei Stationen fahren, dann war ich am Büro.
00:18:21: Du glaubst gar nicht wie häufig ich morgens gesagt habe ach ich fahre jetzt einfach mal mit dem Bus statt die Aachthundert Meter zu gehen.
00:18:28: Das ist so.
00:18:28: Das ist die eine Variante, genau!
00:18:31: Die andere Variante ist... Du weißt ich habe mein Auto abgeschafft schon in zwei Tausend neunzehn.
00:18:37: Das hat mich dazu bewegt deutlich mehr zu laufen trotz Deutschlandticket.
00:18:42: Ich glaube man hat viele wahnsinn tolle Möglichkeiten das Ticket zu nutzen und ich kann auch nur sagen ich war von Anfang an Fan mit all seinen Herausforderungen keine Frage Und in der Umsetzung war es nicht immer die leichteste Aufgabe und wir ringen heute noch um gute oder um die beste.
00:18:58: Ich sag aber, das ist gekommen um zu bleiben mit all seinen Herausforderungen die wir gemeinsam als Branche nach vorne bringen müssen und auch diskutieren müssen.
00:19:27: eine Perspektive geschaut, sondern immer versucht gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen zu finden.
00:19:33: Sie zu diskutieren weiterzudenken und am Ende auch umzusetzen.
00:19:37: Das habe ich immer kennengelernt das haben wir immer auch an vielen Stellen miteinander gelebt.
00:19:43: Wenn du heute darauf schaust wo klafft aus deiner Sicht aktuell die größte Lücke zwischen dem politischen Anspruch und dem was finanziell machbar ist?
00:19:54: Also die Frage is gut Und ich glaube, diese Lücke zwischen dem was finanziell machbar ist und den politischen Anspruch die es im Moment riesengroß.
00:20:07: Ich will mal versuchen diese Lücke zu begründen.
00:20:09: woher kommt diese Lücken?
00:20:12: Ich glaube wir haben auf der einen Seite bei vielen hier in der Branche immer noch die Vorstellung wenn das Geld benötigt wird dann kommt das schon irgendwo.
00:20:24: Und das ist für mich keine realistische Sicht mehr auf die Finanzen, weil diese Situation, die ist heute einfach so.
00:20:32: dass kein Geld mehr da ist.
00:20:34: und ich weiß nicht ob du schon den Bundeshaushalt gesehen hast, den Haushaltsentwurf.
00:20:40: Da ist bei den Regionalisierungsmitteln außer der drei prozentigen Dynamisierung nicht ein Cent zusätzlich an Mitteln für den öffentlichen Personennahverkehr also für den SPNV bereitgestellt worden so.
00:20:52: Und das Geld wird auch nicht kommen weil schlicht und ergreifend einfach die Themen, die wir haben in Deutschland, die haben sich ja grundlegend verändert.
00:20:59: Wir hatten vor Corona einen echten im öffentlichen Personennahverkehr.
00:21:03: Wir hatten Fahrgastzuwächse, das finanzielle Gerüst war anders.
00:21:07: dann kam Corona.
00:21:07: Das war der erste Punkt wo wir gesagt haben da haben wir ein Problem, da haben die Branche gerettet, das muss man auch mal so sehen.
00:21:15: Auch gemeinsam mit allen Playern gerettete.
00:21:17: Dann kam jetzt dieser Einschnitt mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und das hat einfach die Rahmenbedingungen komplett durcheinander gewirbelt.
00:21:25: Wir haben ganz andere Themen, mit denen wir uns beschäftigen müssen – mit Verteidigung, mit Landessicherheit.
00:21:30: Das kostet alles Geld!
00:21:32: Wir müssen übrigens auch die Infrastruktur schnell auffordermann bringen.
00:21:35: Das dient auch der Landessicherheit.
00:21:40: realistischen Blick auf die Finanzen, dass das Geld im Moment einfach so knapp ist, dass nichts Neues kommt.
00:21:46: Das ist die eine Seite.
00:21:47: Die zweite Seite?
00:21:48: Politik!
00:21:49: Ich glaube, die Politik hat schlicht und ergreifend immer noch Angst, einfach mal unpopuläre Maßnahmen durchzuführen.
00:21:59: vermute mal diese Angst, die ist begründet.
00:22:03: Wenn wir jetzt was Unpopuläres machen dann spielen wir irgendwelche Wählerschaften den anderen Parteien zu, die wir eigentlich gar nicht wollen.
00:22:11: weil eigentlich denken wir in der Politik ja doch immer schon ein bisschen an uns selbst und ich sage immer so nach der Wahl ist vor der Wahl an die nächste Wahl und dann da auch wieder den politischen Auftrag zu bekommen, den Wählerauftrag zubekommen.
00:22:26: Und das glaube ich sind diese beiden Extreme aus denen sich die Lücke ergibt.
00:22:30: Ich fasse es mal kurz zusammen in einem Satz bei uns in der Branche müsste mehr Realität entstehen über die aktuelle wirtschaftliche Situation in diesem Land.
00:22:41: dass das Geld eben nicht mehr sprüht.
00:22:43: Da muss man sich überlegen, wie geht man damit um?
00:22:46: Und die Politik, die muss einfach sich ehrlich machen.
00:22:49: Die muss ehrlich sein und offen sein.
00:22:51: Und die muss transparent sagen, so ist die Situation.
00:22:54: Das ist das, woher diese große Lücke kommt.
00:22:57: Du hast völlig recht, es ist vielfältig.
00:23:00: Es ist deshalb vielfaltig weil eben auch die Beeinflussung, die wir erleben aus den geopolitischen Gründen gar nicht mehr nur mit uns als ich sage mal Deutsch oder europäisches Konstrukt leidet, sondern wir sind im Moment in der Weltpolitik auch angekommen und spielen dort eine Rolle.
00:23:20: Und das glaube ich macht es komplexer.
00:23:23: Ich glaube nicht kompliziert aber komplexa!
00:23:26: Was würde man – ich gucke dann immer so ein bisschen, komme ja aus der Industrie und aus der freien Wirtschaft und denke mal was würde denn ein Industrieunternehmen tun?
00:23:34: Und würde sich ganz klar darauf konzentrieren, was ist mein Auftrag?
00:23:38: Wo sind bitte meine Handlungsfelder und mein Handlungsspielraum?
00:23:42: Und wenn die Einnahmen-Situation sich so darstellt wie sie ist, dann muss ich mich mit den Leistungen beschäftigen.
00:23:48: Das muss ich glaube ich klar kommunizieren!
00:23:51: Da haben wir und da hast du völlig recht aus meiner Sicht ein Defizit in der Kommunikation.
00:23:56: Ich glaube keiner Jetzt aus einer Fahrgasperspektive hätte ein Problem, wenn wir aus einem heutigen zehn Minuten-Takt vielleicht einen zwölf oder fünfzehn Minuten Takt machen würden.
00:24:09: Wenn er stabil und nachhaltig ist?
00:24:12: Weil was ist heute ja die Situation?
00:24:15: Ich will jetzt nicht sagen Wir kommen wie wir wollen Ja oder wir fahren wie wir.
00:24:19: Sondern wir haben ja auch wiederum verschiedene Positionen, die unter einen Hut gebracht werden muss.
00:24:24: Die marode Infrastruktur, ne?
00:24:26: Auch eine Situation mit veralteten Fahrzeugen, Personal-Situationen, den wir berücksichtigen müssen.
00:24:31: Das heißt also ich glaube wenn man nur auf unseren Sektor guckt wäre es gut wirklich Stabilität auch herbeizuführen.
00:24:40: wie guckst du drauf?
00:24:41: Ja absolut!
00:24:42: Also Ich bin da bei dir und ich nehme jetzt mal zwei Worte im Mund oder drei Worte weniger ist manchmal mehr.
00:24:49: Und ich glaube vor der Situation, vor der Herausforderung stehen wir in der Tat im Schienenpersonen nahverkehr.
00:24:56: Wenn wir mal überlegen – Wir haben Knoten die überlaufen also München zum Beispiel das habe ich jetzt jahrelang erlebt da ist einfach keine Kante mehr frei.
00:25:04: und wenn dann eine Kante nicht rechtzeitig frei wird Dann stauern sich im Prinzip die Züge von Leim bis Pasing und es passiert gar nichts mehr.
00:25:14: und da ist weniger mehr.
00:25:15: und man muss wirklich gucken Muss ich wirklich zum halbstunden Tag noch Taktverstärker zur Viertelstunde haben?
00:25:21: Man muss auch mal gucken, wie sind die wirklich ausgelastet.
00:25:24: Oder kann ich wirklich indem ich so wie du das sagst, indem mich da einfach mal was rausnehmen Stabilität ins System bringen weil ich glaube auch dem Fahrgast und das stelle ich jetzt auch mit meiner eigenen Sicht aus.
00:25:37: mir wäre es genauso.
00:25:39: Dem Fahrgasten ist es lieber Ich komme pünktlich nach Hause, auch wenn ich mal einen Zug weniger zur Verfügung habe den nicht nutzen kann.
00:25:46: Aber der kommt pünftig an und ich kann pünftlich hier zu meinem Sportverein oder was weiß ich bevor ich ihn über Angebot hab, was dann das System durcheinander bringt und ich bin eigentlich gar nicht mehr planbar nach dem Zugfahrt.
00:25:59: also ich sehe das absolut genauso wie du.
00:26:01: manchmal ist weniger mehr.
00:26:03: die Diskussionen werden auch geführt.
00:26:06: aber auch da liebe Karren sind wir schon wieder in der politischen Dimension.
00:26:11: Wenn du mit den Fachleuten in der Branche sprichst, das sagt jeder.
00:26:15: Ja genau!
00:26:15: Das ist die Lösung.
00:26:16: Übrigens vielleicht auch eine Zwischenlösung bis die Infrastruktur wieder stabil ist und funktioniert und Infrastruktur stabil zu machen.
00:26:24: Das dauert mindestens fünfzehn Jahre, das wissen wir.
00:26:27: Das wurde ja auch schon mal öffentlich diskutiert.
00:26:28: Das wird zwar dann wieder ein bisschen verdrängt aber das geht halt nicht von heute auf morgen.
00:26:32: Das is kein Fingerschnip.
00:26:34: Die Branche sagt dass nur die Politik tut sich damit.
00:26:38: Und jetzt sind wir wieder bei dem, was ich gesagt habe.
00:26:41: Die Politik ist manchmal einfach nicht bereit solche unangenehmen Dinge auch mal zu kommunizieren.
00:26:49: Wobei dieses Unangenehme ja hier nur im ersten Schritt unangener ist.
00:26:53: Im zweiten Schritt und das ist jetzt wieder eine Frage der Kommunikationsstrategie.
00:26:58: Im Zweiten Schritt wenn ich eine ordentliche Kommunikation Strategie aufbaue kann das durchaus sogar positiv für die Politik sein indem nämlich der Fahrgast sagt Ja, da fällt zwar ein Zug weg.
00:27:08: Aber diese Strategie hat dafür gesorgt, dass ich eben wirklich pünktlich um halb sieben bei meinem Fußballtraining bin und nicht wie in der Vergangenheit vielleicht einmal um sieben oder viertel nach sieben erst aufgelaufen bin, wenn das Halbitraining schon vorbei war.
00:27:21: Das was ich in der vergangenheit erlebt habe ist es hier auch oftmals singuläre und auch persönliche Interessen tangiert.
00:27:30: Wir wissen ja, Politiker sind natürlich abhängig von Wählerinnen und Wählerstimmen.
00:27:36: Und auch immer in einer Periode ist es zwischen vier und fünf Jahren kommt darauf an ob wir kommunal Land oder bundesweit unterwegs sind.
00:27:44: Es gibt wunderbare Beispiele in anderen Ländern, auch in Europa wo man sich langfristig Regierung und Opposition auf Pläne für zwanzig bis dreißig Jahre verständigt.
00:27:57: Ich würde mir so sehr wünschen Ja, dass wir es schaffen auch in Deutschland genau solche Diskussionen zu führen.
00:28:03: Dass sie einfach längerfristig gedacht werden und nicht weil es jetzt gerade populär ist, weil es mir jetzt gerade hilft genau diese Entscheidung zu treffen Und wenn dann die nächste Regierung oder die nächste Legislaturperiode angebrochen ist werfen wir aus der Vorregierung alles über den Haufen und machen etwas Neues.
00:28:22: Und das kann manchmal sogar genau das entgegengesetzt sein, das hilft uns nicht.
00:28:26: Das hilft uns persönlich vor allem nicht bei Themen die einfach langfristige Verträge, langfristig Auslastungsprognosen und auch Finanzierungen mit sich bringen.
00:28:37: Darf ich zum Thema Finanzierung was sagen?
00:28:39: Unbedingt!
00:28:39: Weil
00:28:40: das, was du jetzt gesagt hast, dass ist für mich auch die Basis einer zukünftigen, nachhaltigen, sicheren Finanzierungen unseres Systems.
00:28:50: Also ich vertrete eh die Meinung, die heutige Finanzierung des – ich sage jetzt bewusst nicht des Schienenpersonalverkehrs sondern des Öffentlich-Personalverkehres ist dringend reformbedürftig.
00:29:01: Wir haben Regionalisierungsmittel wir haben GVFG-Finanzierung wir haben das Deutschlandticket was mittlerweile finanziert wird wir haben hier noch hunderte von Förderprogrammen wo irgendwas finanzieren wird Und irgendwie, manchmal blickt man ja selbst nicht mehr durch.
00:29:18: Was wird jetzt wie von wem finanziert?
00:29:22: Ich glaube dieses... Man muss Gesamthaft denken!
00:29:24: Wir müssen den gesamten öffentlichen Personalverkehr nehmen, diese Mittel die heute aufgewendet werden einfach mal zusammenpacken und dafür ist für das gesamte System ein komplett neues Finanzierungsregime schaffen dass dann alle berücksichtigt und die Gelder dann auch richtig verteilt, weil da gibt es auch heute durchaus Ungleichgewichte, die man durchaus in der Zukunft glaube ich berücksichtig müsste.
00:29:48: Das wäre das erste.
00:29:50: Und jetzt bin ich bei den Ländern, die das anders machen wie wir – das Ganze muss dann langfristig sein!
00:29:57: Finanzierungsbeispiele von Infrastruktur zum Beispiel aus Österreich.
00:30:02: Das ist ja bekannt, die Österreicher hatten vor zwanzig Jahren ähnliche Probleme in der Infrastruktur wie heute und haben damals den roten Notausknopf gedrückt.
00:30:11: Die haben übrigens konsequent die Leistung auch eine gewisse Zeit runtergefahren um die Infrastruktur zu modernisieren.
00:30:18: dann haben sie das gemacht und haben das Ganze mit einem langfristigen rollierenden Finanzierung Plan hinterlegt, um das in die Zukunft zu bringen.
00:30:26: Und ich glaube so was brauchen wir in Deutschland übrigens nicht nur bei der Infrastruktur – da finde ich es das auch dringend notwendig – wir brauchen's auch bei der Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs.
00:30:36: Wir können nicht bei Verträgen, die zwölf Jahre laufen im Durchschnitt, wir können uns nicht von einem Doppelhaushalt oder von einem Haushalt in den nächsten Haushalt retten immer mit der Ungewissheit kann ich die Leistungen, die ich bestellt habe überhaupt finanzieren.
00:30:51: also komplette Neuaufstellung des Finanzierungsregimes mit einer nachhaltigen, langfristigen Finanzierungszusage die dann auch rollierend sein muss um Sicherheit zu geben und dann glaube ich.
00:31:04: Dann können sich die Aufgabenträger und mit den Aufgabentregern auch die Eisenbahnverkehrsunternehmen ganz anders aufstellen und auch auf Rahmenbedingungen ganz anders einstellen wie das heute der Fall ist wo wir ja wirklich teilweise von Jahr zu Jahr von der Hand in Mund leben.
00:31:20: Und es darf nicht sein Ich hatte es ja vorhin schon erwähnt, wir sind hier in dem Bereich der Daseinsvorsorge unterwegs und das ist eine wichtige Säule für die Menschen in unserem Land.
00:31:33: Absolut!
00:31:34: Und ich kann das auch nur von mir sprechen, sage ich ganz ehrlich also ohne öffentliche Mobilität möchte ich nicht auskommen Ich möchte mich nicht wieder über viele, viele Stunden ins Auto setzen.
00:31:45: Ich möchte öffentlich den Verkehr nutzen, wissend um die Herausforderung und ich möchte, dass wir Stabilität in das System
00:31:51: kriegen.".
00:31:52: Und bin auch bereit – und ich glaube, dass es auch so ein bisschen ... Ich glaube, die Bürgerinnen und Bürger wären bereit, ja?
00:31:58: Die Einschnitte hinzunehmen, um eben genau das was du gesagt hast, eine längerfristige Beziehung und auch Finanzierungs-Jahrstabilität zu kommen!
00:32:07: Und ich frag mich nur wie kann das gelingen?
00:32:09: also... Gibt es hoffentlich Gespräche dazu?
00:32:12: Ansonsten vielleicht gründen wir eine Partei und überlegen, wie wir das hinkriegen.
00:32:16: Also ich sage dir, wie ich das machen würde, weil ich glaube man kann solche Themen oder kann diesen Gesamtkomplexe, über den wir jetzt diskutieren, man kann denen schon einer Lösung zuführen.
00:32:29: Das was mich in den letzten Wochen wirklich so ein bisschen, wenn ich sagen fasziniert habe oder beeindruckt hat Das waren doch diese Ergebnisse der Rentenkommission und auch der Gesundheitskommission.
00:32:43: Und ich glaube, das war klug von unserer Regierung solche Kommissionen einzusetzen wo man wirklich mal die Fachleute hier aus dem Branchen zusammenholt sei es jetzt Rente oder Gesundheit also nur zwei verschiedene Kommissione und die einfach mal wirklich frei diskutieren lässt ohne irgendwelche Einschränkungen diskutieren lasst.
00:33:04: Ich glaub genau so.
00:33:05: was brauchen wir vor dem Titel?
00:33:08: Wie bringen wir den Nahverkehr in die Zukunft?
00:33:11: Ich glaube, wir brauchen da auch mal eine Kommission.
00:33:14: Die Themen definiert, die Lösungsansätze entwickelt und die Lösungen festlegt.
00:33:22: Die Politik muss es dann so wie sie es bei Rente und Gesundheit gemacht haben beschließen dass es politischer Konsens ist und dann in die Umsetzung bringen.
00:33:30: Und diese Player, die in dieser Kommission sein müssen das müssen wirklich Leute die auf dem Spielfeld stehen.
00:33:37: Was meine ich damit?
00:33:38: Das müssen Leute sein, die tagtäglich das Geschäft machen – egal ob auf der Aufgabenträgerseite oder auf der Verbandsseite und auch wirklich auf der EVU-Seite.
00:33:48: Politik muss auch mit rein.
00:33:49: Die muss das von Anfang an mit begleiten Aber die müssen dann diese Themen diskutieren und die Lösungsansätze finden.
00:33:56: Und nicht irgendwie, das hat man ja häufig auch in so Kommission irgendwelche Leute, die eigentlich mehr auf der Tribüne als Zuschauer sitzen, die aber meinen überall mitreden zu können.
00:34:05: Das ist ja wie im Fußball.
00:34:07: also nachdem jetzt der Bundestrainer zurückgetreten ist hatten wir ja plötzlich achtzig Millionen neue Bundesstrainer oder achtzig Millionen Vorschläge für neue Bundestraine.
00:34:18: Es kann halt da auch nur einen geben und der muss dann wirklich wieder gefunden werden von Leuten, die auf dem Spielfeld stehen.
00:34:24: Die sich mit der Thematik intensiv das jeden Tag auseinandersetzen müssen.
00:34:29: Das wäre für mich ein Ansatz.
00:34:32: Da gibt es im Hintergrund Gespräche.
00:34:33: so viel kann ich hier jetzt verraten.
00:34:36: also da ist mittlerweile eine Initiative gegründet die auch so einen Vorschlag nächste Woche mal dem Bundesverkehrsministerium unterbreiten wird.
00:34:46: Schauen wir, was dabei rauskommt?
00:34:48: Ich bin gespannt!
00:34:49: Ich drücke alle Daumen dafür.
00:34:50: Ich bin ja auch immer jemand, der sagt, lass uns über den Tellerrand gucken.
00:34:54: Wir müssen gar nicht alles neu erfinden.
00:34:56: Du hattest gerade eben auch das Beispiel von Österreich.
00:34:58: Ja also es gibt ja heute schon auch bewährte Systeme an anderen Stellen, denen man sich bedienen kann weil darauf ist kein Patent.
00:35:06: Also da müssen wir nicht gegen irgendwelche gesetzlichen thematischen Verstoßen, um das vielleicht auch für uns zu adaptieren.
00:35:13: Wir müssen nicht immer alles neu erfinden und ich würde mir immer wünschen dass wir aus der Haltung des ist es alles ganz furchtbar schlimm also so ein bisschen geduckt an die Sache herangehen sondern einfach auch stolz und vor allem auch mit frohem Mut ja zu wissen dass wir etwas wirklich tolles für die Menschen in unserem Land tun und nach vorne bringen.
00:35:35: Das war der Grund, warum ich unbedingt auch dann in dieser Branche bleiben wollte als ich das erste Mal dann auch reingeschnuppert hatte vor einer Jahrzehn Jahren.
00:35:43: War für mich klar hier tue ich etwas für die menschen im land und dass ist schon Beweggrund genug sich einmal in dieser Branche zu tummeln und vor allem auch nicht aufzugeben.
00:35:54: Und genau solche Gespräche wie mit dir, die wir ja an unterschiedlichen Stellen immer wieder führen, auch wirklich nachhaltig auch zu etablieren.
00:36:00: Ja?
00:36:01: Und ganz klar auch zu sagen Wir müssen hier dran arbeiten!
00:36:03: Es gibt keine Alternative es nicht zu tun also keine alternative sich wegzuducken sondern wirklich mit Energie auch reinzugehen und zu sagen was braucht das und wo wollen wir als Zielperspektive auch wirklich hin?
00:36:16: so würde ich dem Unternehmen immer wieder tun Also ich sehe, du mixt.
00:36:20: Absolut!
00:36:20: Ja ja, du siehst... Ich nicke aber die Podcast-Hörer werden das nicht sehen mein Nicke.
00:36:25: deswegen kann ich nur sagen absolut Karmelich bin da absolut bei dir.
00:36:29: Wir müssen uns wirklich beschäftigen wie bringen wir das System in die Zukunft?
00:36:33: Wir müssen
00:36:34: uns übrigens Fragen zu vielen Themen stellen.
00:36:41: Da geht es wirklich um Strukturfragen, wie ist heute das ganze System organisiert?
00:36:46: Aufgabenträgerverbünde nenne ich mal ... Das hört man nicht so gerne aber auch damit muss man drüber nachdenken.
00:36:52: Man muss sich aber beschäftigen mit Fragen wie Standardisierung und Digitalisierung, autonomes Fahren ein ganz wichtiges Thema hier.
00:37:00: welche Beiträge muss die Branche liefern, wir haben gerade vorhin von Finanzierungsbeiträgen gesprochen.
00:37:07: Die Branche kann da auch was liefern.
00:37:09: also nicht nur wenn man jetzt den Vertrieb digitalisieren sondern die Branchel kann glaube ich aus sich heraus auch noch etwas liefern und ich glaube so müssen wir rangehen.
00:37:17: das teile ich total.
00:37:18: Ich glaube es ist immer ein Dreiklang.
00:37:20: Es ist immer was kann der Fahrgast?
00:37:23: Ja, also wie viel schaffen wir aus einer Fahrgastperspektive?
00:37:26: Also wieviel schaffen wir auch heute noch gerade wenn wir mal in die Städte reinschauen.
00:37:31: Wieviel schaffen wir noch vom individuellen Verkehr in den öffentlichen Verkehr?
00:37:35: da ist auch der Fahrgaster gefragt.
00:37:37: auf der einen Seite dann haben wir natürlich was können die Verkehrsunternehmen tun um das System attraktiver zu machen aber nicht sehr so trotz auch Geld zu sparen.
00:37:45: Das geht kein Weg dran vorbei.
00:37:47: Und dann ist die Frage, was kann eben auch der Staat dafür tun?
00:37:50: Da gucke ich natürlich nicht nur auf den Bund sondern auch auf die Länder und die Kommunen.
00:37:54: Es ist ja der Dreiklang!
00:37:56: Nicht nur einer muss sich bewegen, sondern wir müssen alle drei uns bewegen.
00:38:01: Du hast das Stichwort schon gebracht unter dem Aspekt... Was müssen wir denn noch tun?
00:38:06: Und ich meine, KI steht ganz vorne auf der Agenda bei vielen Unternehmen.
00:38:11: Ist ja für mich auch so ein ganz spannendes Thema.
00:38:14: Was glaubst du denn, was wird denn da noch auf uns zukommen?
00:38:16: Also das Thema KI ist jetzt wirklich ein heißes Thema.
00:38:21: Ich persönlich bin mittlerweile ein digitaler Mensch.
00:38:24: Bei mir darf eines nicht kaputtgehen – das ist mein Handy!
00:38:28: Wobei ich jetzt gerade gestern gelernt habe, das gibt hinten so Aufsteckspeicher die sich ständig dann abgleichen mit dem Handy.
00:38:34: So was werde ich mir jetzt zulegen?
00:38:35: dass man dann zumindest wenn man Neues geredet hat da schnell wieder in Betrieb nehmen kann weil ich bleibe sonst auf der Straße irgendwann stehen.
00:38:41: Ich komme nicht komm nicht mehr weiter!
00:38:42: Ich kann auch kein Taxi bezahlen weil das mache ja auch übers Handy mittlerweile.
00:38:46: Aber KI muss man hier wirklich ein bisschen zweigeteilt sehen.
00:38:50: Ich glaube es gibt eine negative Seite der KI.
00:38:53: Wenn KI anfängt, uns Menschen die wir glaube ich immer noch diejenigen sind.
00:38:59: Die mit einem gesunden Menschenverstand schon vieles richtig machen können auch richtiger als die KI diesen gesunden menschenverstand wegzunehmen und uns quasi vorschreiben will wie Dinge funktionieren sollen.
00:39:10: Da gibt es auch schon Negativbeispiele.
00:39:12: Ich habe das vor kurzem mal gelesen dass sich durchaus Mediziner bei Operationen schon von KI beraten lassen und die KI sagt dann, du musst einen Schnitt machen der sechs Zentimeter lang ist.
00:39:24: Obwohl der Mediziner sagt ich habe das mein Leben lang mit einem drei Zentimeter Schnitt gemacht und er macht an den drei Zentimetern Schnitt Und der Patient hat auch gut davon dass er nur den drei Centimeter Sint gemacht hat.
00:39:35: also Ich glaube KI darf nie über uns Menschen Siegen.
00:39:39: Das wäre, glaube ich, fatal für – nicht nur für uns hier in Deutschland sondern auch für die gesamte Menschheit!
00:39:45: So.
00:39:45: das Positive ist aber dass KI uns ja beim täglichen Leben schon unterstützt und ich glaube, dass gerade im Bereich dem du tätig bist im Thema Vertrieb die KI in Zukunft viel Gutes für die Fahrgäste tun kann und wird.
00:40:05: Wir werden in eine Situation laufen, wo wir keine Automaten mehr am Bahnsteig haben.
00:40:10: Das wissen wir heute schon.
00:40:12: die Automatenumsätze, die stagnieren oder sinken deutlich.
00:40:16: Wir werden auch in die Situation laufen dass wir nicht überall, wo heute noch personenedienter Verkaufstellen haben, die personendient sind.
00:40:27: Es wird immer mehr Richtung Digitalisierung gehen und da wird die KI dann beim Ticketerwerb sicherlich den Menschen, den Fahrgast sehr stark unterstützen.
00:40:35: Ich will nicht sagen damit dass wir in Zukunft überhaupt keine Menschen mehr im System brauchen weil ich glaube diese Personen die brauchen wir schon die brauchen aber nicht in irgendeinem Verkaufszentrum sondern sie brauchen wir draußen am Bahnsteig wo nämlich Leute aussteigen und dann vielleicht schlicht und ergreifend eine Frage haben, wo komme ich jetzt zur U-Bahn?
00:40:58: Das heißt wir müssen uns da wieder rückbesinnen auf das was es schon mal gab.
00:41:02: Es gab ja schonmal diese Bahnsteigpersonale und wenn man dieses Auskunftsbedürfnis der Leute damit befriedigt, braucht man glaube ich auch in Zukunft bei der Entwicklung die Digitalisierung in Kombination mit KI machen wird keine Automaten mehr und auch keinen personenbedienten Verkauf mehr.
00:41:22: Aber wichtig sind die Menschen am Bahnsteig, die den Vorgästen weiterhelfen wenn sie nicht mehr weiter wissen?
00:41:28: Das ist wirklich gut zu hören denn ich glaube wir müssen das ein bisschen teilen.
00:41:33: also der Verkaufe eines Tickets das ist ja eine reine Vertriebsvorgang.
00:41:39: Ich finde ja wenn man vertrieb spürt machen wir kein guten Vertrieb.
00:41:43: Das ist etwas, was nicht spürbar ist.
00:41:44: Denn das, was der Mensch möchte, ist ja von A nach B mit dem Bus, mit der Tram, mit dem Zug – whatever!
00:41:52: Öffentlich von a nach b. Der möchte nicht unbedingt ein Ticket kaufen weil damit hat er noch nichts gewonnen.
00:41:59: dafür hat er ausschließlich eine Fahrtberechtigung.
00:42:03: Es ist ein bisschen wie tanken.
00:42:04: also ich fahre die Tankstelle.
00:42:05: das muss irgendwie sauber schnell gut funktionieren.
00:42:09: Das eigentliche Erlebnis ist das Autofahren Und das, was wir miteinander mittlerweile glaube ich nicht mehr so richtig gut in der Differenzierung hinbekommen ist das Thema auf der einen Seite Verkauf und Beratung.
00:42:20: Das gibt es immer noch gerade wenn ich über Auslandsreisen spreche
00:42:23: usw.,
00:42:23: das ist schon ein bisschen komplexer.
00:42:25: da braucht man das sicherlich.
00:42:26: aber im Inland auch aufgrund dessen was wir vorhin schon gesprochen haben Ein- und Aussteigen mit einem Ticket war sich habe was flett ist wunderbar.
00:42:35: und des thema Service.
00:42:37: Service ist ja bei uns im Land per See nicht das Größte, was wir schreiben.
00:42:41: Sondern das ist eher so im Rückhalt.
00:42:44: Das ist ja irgendwie um Gottes Willen.
00:42:46: Also Service machen ist da ganz schwierig und ich erlebe das immer wenn ich selber Reisendenlenker an den Bahnhöfen bin.
00:42:52: Ich würde sagen, achtzig Prozent wissen alles Die kennen sich aus, die sind mit den digitalen Medien.
00:42:58: Ob das die App vor Ort oder auch die DW-App ist?
00:43:01: Die sind gut ausgestattet und finden sich zurecht, weil sie oft genug vielleicht unterwegs sind.
00:43:06: Aber es gibt gut zwanzig Prozent, wo hält mein Zug?
00:43:10: Wie komme ich genau wie du sagst?
00:43:12: Am schnellsten dort oder dorthin?
00:43:13: Wo ist die U-Bahn?
00:43:15: Und ich glaube, es tut uns gut.
00:43:18: Je mehr Menschen wir das System bringen ... Ich sag mal, Serviceorientäter sollten wir sein.
00:43:25: Wir sind ja ein bisschen stockig per se aber das aufzugreifen und dass zu sagen natürlich wird uns da auch KI helfen.
00:43:32: also da gibt es wiederum Möglichkeiten die visualisiert darzustellen.
00:43:36: Aber ich muss erst einmal irgendwo hingehen Und bevor ich wohin gehe bzw kommt mir ein freundlicher Mensch entgegen der vielleicht auch nochmal Ein paar mehr Infos hat.
00:43:45: für mich Das würde auf jeden Fall helfen als ich glaube Die Entwicklung ist in die richtige Richtung.
00:43:50: Ja das sehe ich auch so.
00:43:52: Ich hoffe, dass es so kommt.
00:43:54: Es gibt übrigens da auch Beispiele wo das schon gemacht wurde.
00:43:57: also wir haben durchaus bei der BEG auch mal das hieß dann immer reisenden Lenker.
00:44:03: Wir haben die bei Großereignissen insbesondere in München haben wir zusätzlich dann entweder dem Nahverkehrsunternehmen, was die Regionalverkehre gefahren hat oder bei der S-Bahn München Reisendenlenker bestellt.
00:44:16: Und das hat in der Tat den Fahrgästen geholfen, den richtigen Weg zu finden.
00:44:21: und in München gibt es ja wie du weißt liebe Carmen auch wenn du hauptsächlich in Berlin bist einige große Eignisse.
00:44:28: In der Tat?
00:44:30: Also der Mensch am Bahnsteig ist für den der aussteigt erstmal wichtig so wie du das auch sagst.
00:44:35: Das bringt auch Sicherheit, das bringt auch einfach Sicherheit in das System und die Möglichkeit zu haben jemanden zu fragen.
00:44:43: Also das teile ich und das ist auch oft was wir gerade auch an den Reisezentren erleben Die Rückfragen die da sind.
00:44:49: wie gesagt gekauft ist im Regelfall das relativ schnell über die digitalen Medien Und was wir aber durch die KI auch verstellen und Ich finde dass es wirklich ein signifikanter Sprung In der Kommunikation ist einfach dass Es so viele sprachen ganz schnell im Einsatz hat.
00:45:05: Also wir müssen gar nicht mehr überlegen, an welchen Schalter jetzt der Herr mit spanisch arabisch chinesisch japanisch denn geht sondern das ist über eine KI ganz einfach.
00:45:16: Das heißt, wir haben dort die Möglichkeit schon auch mehr Menschen zu bedienen und auch im Service einfach auch mitzunehmen bevor wir alles in die ich sag mal hundertstübersetzung bringen oder vielleicht auch mit Händen und Füßen zu reden.
00:45:29: Das hilft schon.
00:45:30: bei Bahnsprech ist ja nicht das Einfachste
00:45:32: Das stimmt.
00:45:35: Ich schaue
00:45:36: mal ein bisschen darauf, was dich vielleicht zum Abschluss oder was mich zum Abs Schluss bringt.
00:45:43: Lass mich noch ein bisschen persönlich darauf schauen, was für dich als Nächstes auf deiner Liste steht.
00:45:49: Was glaubst du?
00:45:50: Was können Menschen von dir lernen?
00:45:52: Ach ich glaube so viel lernen kann man von mir gar nicht weil das dass was ich versucht habe und das ist auch das was ich versuch weiterzugeben in der Vergangenheit ist einfach eine Botschaft, die lautet redet miteinander statt übereinander.
00:46:10: Ich glaube bei uns wird viel zuviel übereinander geredet als man miteinander zu reden.
00:46:15: Miteinanderreden heißt übrigens nicht dass man immer einer Meinung sein muss.
00:46:20: das miteinander reden führt manchmal zu kontroversen Diskussionen die man übrigens braucht um gute Lösungen zu finden.
00:46:27: ohne kontroverse Diskussion gibt es keine guten Lösungen und miteinander reden führt wirklich dazu auch mal Dinge gemeinsam zu lösen, schnell zu löse und pragmatisch.
00:46:40: Also mein Motto die letzten Jahre lauterte wirklich immer miteinander reden statt übereinanderreden und versuchen gemeinsam Lösungsansätze zu finden und so bringen wir auch wirklich Dinge in die Zukunft und glaube ich auch erfolgreich in die zukunft.
00:46:54: das finde ich ist toll dass es super gut.
00:46:57: Also das werde ich beherzigen oder vielleicht sogar noch weiter ausprägen, weil ich finde auch dieses Miteinanderreden.
00:47:03: Mein Vater hat immer gesagt reden hilft egal in welcher Lebenslage!
00:47:06: Das ist so im privaten sowie im Geschäftling.
00:47:10: Ganz
00:47:10: genau jetzt habe ich noch was ganz Persönliches.
00:47:13: Was steht dann als nächstes auf deiner Bucketlist?
00:47:17: Ich sage mal, was ich gerne gemacht hätte... ...was mir wirklich den Einstieg in diesen neuen Lebensabschnitt eigentlich so ein bisschen versüßt hätte.
00:47:29: Aber das funktioniert im Moment leider nicht, da hat mir ein Aggressor in Moskau leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.
00:47:35: Einer meiner großen Träume ist wirklich mal von Moskow nach Vladivostok mit dem Zug zu fahren.
00:47:42: Ich habe mehrere Filmberichte und auch gesehen und auch mit Leuten gesprochen, die es gemacht haben.
00:47:48: Viele sagen, das ist langweilig und du fährst ja tagelang nur durch Birkenwälder.
00:47:52: aber genau dass fasziniert mich so und ich hoffe eigentlich, dass irgendwann mal die Welt wieder, hoffe für uns alle ein bisschen friedlicher wird und mir dieser Traum hier in Erfüllung geht.
00:48:04: So das was als nächstes auf meiner Bucket List steht, das kann ich dir sagen Das Wetter soll zum Wochenende wieder gut werden Ich werde in der Ostsee schwimmen gehen.
00:48:15: Also das wünsche ich mir für dich, dass wir einen guten Sommer haben.
00:48:18: Dass du ihn gut genießen kannst und ich danke dir recht herzlich Thomas, dass du die Zeit genommen hast.
00:48:23: für mich war es wie immer ein Fest mit dir zu sprechen, mitzunehmen wie auch deine Gedankengänge sind und vor allem bisschen hinter die Kulissen zu schauen was sich vielleicht doch alles tut!
00:48:32: Ich werde schauen und werde mich was auch immer geht entsprechend einbringen.
00:48:36: Herzlichen Dank an dich.
00:48:38: Ich kann mich nur bei dir bedanken.
00:48:39: Es hat wie immer Spaß gebracht, mit dir zu reden und es war wirklich jetzt eine schöne dreiviertel Stunde mit dir.
00:48:47: Herzlichen Dank!
00:48:48: Danke dir!
00:48:50: Das war für heute mein Podcast Jadank Fluss rund um die Verkehrswende den ÖPNV und einen starken Nahverkehr.
00:48:57: Vielen Dank fürs Zuhören.
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